Janina Nilges, geboren 2005 im Westerwaldkreis, hat ihr Leben schon früh dem Schreiben gewidmet. Anfangs auf Fantasy-Jugendbücher beschränkt, schreibt sie inzwischen queere Spannungsliteratur für Erwachsene – ihr erster Thriller »Dark Deadly Lies« erschien 2023 im Selfpublishing, 2025 folgte dann die Dystopie »Das Ende & alles danach«. 2024 hat sie zudem die Arbeit mit Co-Autor*innen für sich entdeckt; ein Roman gemeinsam mit ihrer Freundin soll in naher Zukunft erscheinen. 2026 hat sie ihren ersten Verlagsvertrag für ein gesellschaftskritisches Urban Fantasy-Projekt im Sturm Verlag unterschrieben. Trotzdem wird sie auch zukünftig weiter im Selfpublishing vertreten sein: Für 2026 ist nicht nur die Fortsetzung zu Dark Deadly Lies geplant, sondern auch ein winterliches Urban Fantasy-Projekt.
Auch außerhalb des Schreibens lassen Bücher und Wörter sie nicht los: Janina Nilges studiert Buchwissenschaft und Linguistik in Mainz und engagiert sich ehrenamtlich in einer Bücherei.

Was ist eigentlich Selfpublishing?
Selfpublishing bezeichnet die Veröffentlichung eines Werks (Romans, Kurzgeschichte, Sachbuch, Gedichtband, …) im Selbstverlag, d. h. ohne dass ein herkömmlicher Verlag hinter dem Buch steht. Autor*innen im Selfpublishing veröffentlichen ihre Bücher entweder über gängige Print on Demand-Anbieter/Vertriebe oder im eigenen Shop per Auflagendruck. Bücher im Selfpublishing erhalten ebenso wie Verlagsbücher eine ISBN und sind (meistens) über den Buchhandel beziehbar.
Häufig wird Selfpublishern vorgeworfen, ihre Bücher seien nicht gut genug für Verlage oder hätten eine niedrige Qualität. Dies kommt natürlich immer wieder vor; allerdings gehen viele Autor*innen inzwischen freiwillig ins Selfpublishing, um sich vom Markt zu lösen und flexibler sein zu können.
Warum ich mich fürs Selfpublishing entschieden habe
Mir persönlich liegt die Freiheit sehr am Herzen: Ich brauche mich nicht am Markt zu orientieren und bei Trends mitzugehen, sondern kann genau die Themen darstellen, über die ich schreiben will. Vielleicht bringt mich das nicht auf Bestsellerlisten, aber zumindest brauche ich mich nicht zu verstellen. Außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch und arbeite für gewöhnlich gerne in meinem eigenen Tempo. Verlage sind natürlich marktabhängiger und planen viele Jahre im Voraus; für die Autor*innen ist das eher eine Geduldsprobe (ich verstehe natürlich die Verlagsseite! Es geht hier bloß um meine eigenen Probleme, lol).
Trotzdem habe ich mich im vergangenen Jahr entschieden, mich bei dem ein oder anderen Kleinverlag zu bewerben und mich auf das Experiment einzulassen – im Januar durfte ich dann tatsächlich für „Projekt Elster“ einen Vertrag beim Sturm Verlag unterschreiben! Ich werde das Selfpublishing aber nicht völlig aufgeben. Beide Wege haben ihre eigenen Reize, bringen ihre eigenen Erfahrungswerte und Vor- und Nachteile mit.